Alison Knwoles

Alison Knowles (*1933 in New York City; †2025) war eine US-amerikanische Künstlerin und eine der wichtigsten Vertreterinnen der Fluxus-Bewegung, einer experimentellen Avantgarde-Gruppe, die 1962 gegründet wurde. Sie arbeitete in verschiedenen Bereichen wie Performance, Klangkunst, Installationen, Radio, Druckgrafik und Künstlerbüchern.

Nach einem kurzen Studium am Middlebury College schloss sie ihr Kunststudium am Pratt Institute in New York mit Auszeichnung ab. Sie wurde von den Künstlern Adolph Gottlieb und Josef Albers beeinflusst. Von 1960 bis 1970 und erneut von 1984 bis zu dessen Tod 1998 war sie mit dem Fluxus-Künstler und Theoretiker Dick Higgins verheiratet.

Knowles entwickelte zahlreiche innovative Werke, darunter sogenannte „Event Scores“ – kurze Handlungsanweisungen für Performances. Bekannt wurde sie besonders durch ihre Performance Make a Salad, bei der sie vor Publikum einen riesigen Salat zubereitete und verteilte. Im Jahr 2000 begann sie außerdem, Musikinstrumente aus Flachspapier herzustellen, die mit Bohnen Klänge erzeugen.

Ihre Werke wurden international ausgestellt, unter anderem im Guggenheim Museum in New York, der Tate Gallery in London und bei Ausstellungen in Venedig, Berlin, Genf, Bern und Zürich. Sie lehrte an verschiedenen Kunstinstitutionen, darunter als Gastprofessorin bei der Documenta X in Kassel, und war 2009 Artist-in-Residence am Radcliffe Institute der Harvard University.

Knowles gilt als Pionierin der Performance- und Klangkunst. Ihre Arbeiten verbinden Kunst mit alltäglichen Handlungen und fördern die aktive Beteiligung des Publikums. Dadurch beeinflusste sie nachhaltig die Entwicklung von Konzeptkunst, Performancekunst und intermedialen Kunstformen.

Special Guest bei thealit am 17.02.1996 mit "The black, red and green banquet"

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